2. Mai 2013

Samen

Ein bisschen habe ich ja schon von den Erfahrungen der diesjährigen Aussaat berichtet, heute will ich mich in diesem Post nochmal ausführlicher mit den Thema "Samen" beschäftigen.

Zunächst mal zur Aufbewahrung, da lautet die Prämisse, dass die Samen trocken, eher kühl und dunkel aufbewahrt werden sollten. Im letzten Jahr hatte ich zur Aufbewahrung meiner ganzen Samentütchen eine durchsichtige kleine Plastikbox von Ikea, die stand normalerweise in einem Schrank, aber wenn ich grad mal Samen rausgesucht hatte danach auch mal eine ganze Weile draußen im hellen, also eher suboptimal für die Samen, besodners für die selbst gewonnenen, die ich in durchsichtigen Tüten aufbewahre.
Dieses Jahr habe ich dann die Gunst der Stunde genutzt, als mein Mann sich neue Laufschuhe kaufte und den (großen) Schuhkarton umgebaut, damit ich meine Samen dunkler aufbewahren und außerdem besser sortieren kann.
So schaut meine Kiste von außen aus:

Samenkiste von außen

Mit ein bisschen Tonkarton (in diesem Fall Reste in genau der passenden Größe, machmal lohnt sich das Aufheben ja doch) und Washitape habe ich den Karton in mehrere Fächer unterteilt:

Samnkiste von Innen


Samenkiste von Innen

Und so schaut das ganze dann gefüllt aus:

Samenkiste mit einsortierten Samen

Dieses Jahr habe ich bei Sperli die meisten meiner neuen Samen bestellt, alle werde ich in diesem Jahr nicht ausprobieren, ein paar sind erst für's nächste Jahr gedacht. Dann habe ich noch ein buntes Gemisch an Samen die ich letztes Jahr im Baumarkt, im Gartencenter oder im Supermarkt mitgenommen habe und bislang nur ganz wenige selbst gewonnene Samen (Basilikum grün und rot und Trichterwinden).
Bis jetzt bin ich mit keiner Sorte oder Marke besonders unzufrieden gewesen, auch die "alten" Samen aus dem letzten Jahr sind in dieser Saison anstandslos gekeimt. Die neuen Samen keimen bis jetzt alle super, mal sehen wie die Pflanzen sich dann so entwickeln.
Bei Sperli hat mir persönlich die Sortenauswahl einfach gut gefallen, die Tütchen enthalten alle Infos die ich auf einem Samentütchen finden will (da hat mir z.B. bei Dehner-Samen vereinzelt auch schon mal was gefehlt) und die Bestellung klappte dann auch ganz problemlos.

Allerdings ist es ja so eine Sache mit gekauftem Saatgut und der Frage, welcher Konzern jeweils dahinter steckt. Bei Tinto habe ich gerade diesen interessanten, wenn auch schon etwas älteren, Beitrag dazu gelesen. Dass nicht nur Kiepenkerl sondern auch Sperli mit Monsanto zusammenhängen war mir bei meiner Bestellung nicht so klar, auch die EU-Datenbank kannte ich noch nicht. Gerade wo die neue verrückte EU-Verordnung zum Saatgut in Planung ist, mache ich mir schon so meine Gedanken.
Wo ich beim nächsten mal meine Samen kaufe muss ich mir deshalb noch überlegen. Grundsätzlich möchte ich in diesem Jahr aber auf jeden Fall mehr Samen selbst gewinnen, deshalb habe ich darauf geachtet möglichst wenige F1 Hybriden zu bestellen, da diese nicht samenfest sind, das bedeutet, aus deren Samen entstehen ggf. Pflanzen mit komplett anderen Eigenschaften als der der "Eltern"pflanzen (wer erinnert sich noch an die gefleckten Kühe aus dem Bio-Buch?!).

Woher habt ihr eure Samen? Habt ihr mit einer Marke schon besonders gute oder schlechte Erfahrungen gemacht?

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