17. Oktober 2013

Warum ich zum Sommerende und Herbstanfang meinen Balkon nicht mehr zeigen mag...

Bei meinem alten Blog war es sogar so, dass schon im Juli die Lust erheblich nachgelassen hat von meinem Balkon zu berichten und darüber zu bloggen und darum schlief der Blog dann richtig ein.
In diesem Blog hier habe ich die Themen ja ein bisschen weiter gewählt, also sollte esdoch eigentlich auch was zum Bloggen geben wenn der Balkon nix hergibt... Dieses Jahr paarte sich aber die Balkonunlust mit einer kleinen Nähpause und wenn es dann mal richtig Sommer ist verbringt man den ja auch lieber draußenals vorm Laptop.
Ich muss aber auch gestehen, dass eigentlich schon ab August mein Balkon nicht mehr herzeigbar ist und ich mich richtig gestresst fühle von den Aufgaben. Ich neige dann zur Anwendung der Vogel-Strauß-Methode und versuche den Balkon weitestgehend zu ignorieren.
Während man im Frühjahr auf die ersten warmen Tage fiebern kann, dem selbst gesäten Gemüse beim Wachsen zuschauen, sich an jedem angegangenen Samen erfreuen und dann später schön in der Erde wühlen und jede Menge pflanzen kann, ist es zumindest auf meinem Balkon so, dass dann im Sommer eine Schädlingsplage nach der anderen aufkreuzt und ich sehr viel gießen muss, so richtig schöne Arbeiten aber nicht mehr anfallen.
Unser Balkon ist eigentlich eine "Loggia" also voll überdacht, sogar die Blumenkästen auf der Mauer bekommen nur minimal Regen ab. Da kommt man sich schon ganz schön blöd vor, wenn man mitten im ärgsten Sommerregen mit der Gießkanne über den Balkon marschiert. Regenwasser vom Dach können wir leider auch nicht nutzen, da keine Regenrinne an unsere Wohnung und dem Balkon entlangläuft. Noch ein wenig verstärkt wird das ganze dadurch, dass ich nur noch torffreie Erde verwende, die ich persönlich auch viel angenehmer, lockerer und damit auch besser für die Wurzeln finde, aber da rauscht das Wasser eben auch schneller durch und wird nicht so gehalten wie bei der schwammigen Torferde.
Langer Rede kurzer Sinn, da ich dazu noch ganz schrecklich faul sein kann müssen meine Pflanzen im Sommer hin und wieder mal eine Woche dursten :(
Und weil ich noch tausendmal weniger gerne aufräume und putze als zu gießen, sieht es irgendwann auch ganz schön wüst aus da draußen. Ich gehöre zu den Leuten die irgendwas werkeln und dann alles was sie dazu benutzt haben erst mal liegen lassen *hüstel*
Ja und dann sind da noch die Minierfliegen, die Blattläuse, die Trauermücken, die weißen Fliegen, die Spinnmilben und der Mehltau. Die blöden Blattläuse freuen sich richtig, dass sie es hier schön trocken haben, aber da ist mit ein paar Marienkäfern ja halbwegs unkompliziert abgeholfen. Die weißen Fliegen gingen auch noch, es waren nur ganz wenige und sie haben nicht wirklich großen Schaden angerichtet. Richtig massiv schädigen hier bei mir die Minierfliegen und die Spinnmilben, da sind dann ganze Pflanzen einfach mal futsch und bei den Spinnmilben bemerke ich irgendwie auch immer zu spät den Befall (dieses Jahr haben sie mein Gurkenbaby erwischt, das verzeih ich denen nie).
Naja, ich kann ja wenigstens versuchen aus dem Grauen Fehlern zu lernen und es im nächsten Jahr vielleicht besser machen.
Dieses Wochenende werde ich den Balkon soweit herbst- und winterfest machen und dabei auch richtig Ordnung machen (damit habe ich vor dem Urlaub sogar schon mal angefangen).
Über den Winter möchte ich mir dann zum einen überlegen, wie ich die Bewässerung ein wenig vereinfachen und für die Pflanzen gesünder gestalten kann (Blumat o.ä.?) und mich außerdem gut auf die Schädlinge vorbereiten um eventuell früher entsprechende Vorkehrungen treffen zu können (Knoblauch in die Pflanzgefäße, Nützliche früher ansiedeln etc.). Ich glaube ich hatte dieses Jahr zu sehr auf mein Anfängerglück vom letzten Jahr vertraut... Und sicher hilft es auch wenn ich öfter mal meinen inneren Schweinehund überwinde. Gibt es Therapien oder Coaching für faule Gärtner?! ;)
Tja, das ist jetzt viel Text geworden, ein Foto zu diesem Post gibt es aber nicht, in dem Zustand mag ich meinen Balkon gar nicht zeigen...
Aus der Nähbloggerwelt kenne ich diverse Aktionen bei denen sich Blogger zu einem Thema zusammentun und dann regelmäßig über ihre Fortschritte bei einem konkreten Projekt berichten, vielleicht wäre das auch eine gute Möglichkeit sich über den Sommer zum Bloggen zu motivieren. Kein Sew-Along sondern ein Garden-Along...

1 Kommentar:

  1. Huhu,

    wenn ich das so lese, bin ich fast froh, dass es nicht nur mir so ergangen ist, was den Balkon und die Terrasse angeht.

    Das Jahr war echt zum Kotzen, was die Blumen- und Gartendinge angeht.

    Es gibt eigentlich nur noch eines, was mein Gartenjahr retten kann: Meine vier Rosen müssen dieses Mal den Winter überleben. :)

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